Über Leben reden

Über Leben reden

Gespräche mit Nachkommen von NS-Verfolgten

Rechtlos als Jurist

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"Ich hab erfahren, was es heißt, total rechtlos zu sein."

Der Vater von Jörg Watzinger wurde 1903 geboren - und hat 1933 Jura studiert. In Berlin. Der Vater war dem Nationalsozialismus gegenüber sehr kritisch eingestellt, hielt 1938 darüber Vorträge in der Schweiz. Jörg Watzingers Vater hat Glück im Unglück: Ein Gericht verurteilt ihn zu zwei Jahren Haft. Danach muss er für drei Jahre ins KZ in Dachau. 1944 lässt er sich an die Ostfront schicken. Dort läuft er über, gerät in russische Kriegsgefangenschaft und muss in ein Arbeitslager. 1945 wird er krank nach Hause geschickt.

Jörg Watzinger (Jahrgang 1955) erzählt in diesem Podcast, wie er seinen Vater nach dem Krieg erlebt hat - und wie auch er bis heute mit den Traumata seines Vaters kämpft.

Musik: "Blue" - Gene Tyranny - veröffentlicht unter CC 3.0 by-nc-sa


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Über diesen Podcast

Am 8. Mai trat die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Kraft. Das Ende des Krieges. Ein Datum. Damit ist der Krieg vorbei, aber die Auswirkungen der NS-Verfolgung noch lange nicht. In diesem Podcast-Projekt erzählen Menschen ihre Geschichten vom Leben nach der NS-Verfolgung. Vom Verhältnis zu ihren Eltern, von Diskriminierung und Traumata. Es geht nicht darum zu bewerten, was richtig ist und was falsch. Es geht darum zuzuhören. Und zu erfahren, wie vielfältig die Nachwirkungen dieser Zeit auch heute noch sind.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V.

von und mit Nora Hespers

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